Fuerteventura Süden – Langeweile ? was tun
Langeweile im Süden Fuerteventuras? Das wäre wirklich Pech
Wer zum dritten Mal am gleichen Strandabschnitt liegt, die gleiche Liege aufklappt, das gleiche Buch aufschlägt und merkt dass er schon zweimal nachgeschaut hat ob neue Nachrichten gekommen sind — der hat ein Problem. Nicht mit Fuerteventura. Mit der eigenen Planung. Der Süden dieser Insel hat mehr zu bieten als jeden Urlauber der jemals hierher gekommen ist vollständig beschäftigt halten zu können. Das Problem ist nicht das Angebot. Das Problem ist dass es niemand zeigt.
Wir leben seit über dreißig Jahren hier. Das hier ist was wir jemandem sagen würden der anruft und sagt: mir ist langweilig.
Raus aus dem Wasser heute mal anders
Der Atlantik vor der Jandía-Halbinsel ist nicht nur zum Baden da. Von Morro Jable starten täglich Katamarane raus auf den offenen Ozean — Delfine und Wale beobachten, schnorcheln, in der Sonne liegen während das Wasser unter einem tiefer wird. Kapitän Paco von Catatrips kennt die Gewässer seit Jahren und weiß wo sich Delfine aufhalten. Rocco von der Jandía Boat Tour fährt täglich raus — Schnorchelstopp inklusive. Wer lieber durch den Boden schaut als ins Wasser zu springen: das Glasbodenboot Odyssee 3 fährt entlang der Küste und zeigt was darunter ist — ohne nass zu werden, ohne Neoprenanzug, mit Blick auf Rochen, Fische und Seegras. Und wer Tempo will: Jetski-Touren ab Morro Jable, entlang der Südküste zu Steilklippen und Buchten die vom Strand aus nicht zu sehen sind.
Bootsausflüge, Katamaran, Glasbodenboot und Jetski im Süden: → Bootsausflüge im Süden
Ins Wasser — aber richtig
Kiten, Windsurfen, Surfen, Stand-up-Paddeln, Tauchen, Schnorcheln, Kajak — der Süden ist eines der besten Wassersport-Reviere Europas. Die Sotavento-Lagune ist kein Marketingbegriff, das ist ein Weltklasse-Spot. René Egli an der Playa de la Barca und ION Club am Risco del Paso stehen seit Jahrzehnten genau dort wo die Bedingungen am besten sind. Wer surfen will: Wellenkind, Nalu und Matas Bay holen einen ab und bringen einen zum richtigen Spot für den richtigen Wind. Wer tauchen will: die Unterwasserwelt vor Jandía hat Engelhaie, Rochen und Meeresschildkröten — alles real, alles nah, ohne großen Aufwand. Acuarios Jandía in Costa Calma, seit 1988 im Süden.
Wassersport-Anbieter im Süden: → Wassersport im Süden
Raus aus dem Süden die Insel entdecken
Costa Calma liegt im Herzen der Jandía-Halbinsel — und ist damit der perfekte Ausgangspunkt um die gesamte Insel zu erkunden. Ajuy mit den ältesten Meereshöhlen der Kanaren liegt 45 Minuten entfernt. Man parkt am Ende der Strasse, geht zu Fuss durch den Fischerort, und steht nach zehn Minuten vor Höhlen die vor 70 Millionen Jahren unter dem Atlantik entstanden. Auf dem Rückweg: die aztekischen Steinreliefs an der Kirche in Pájara — einzigartig in ganz Spanien, fünf Minuten Umweg, kein Eintritt.
Betancuria — die erste Hauptstadt der Kanarischen Inseln, gegründet 1404 — liegt eine Stunde entfernt. Enge Gassen, Kolonialarchitektur, eine barocke Kirche, zwei Restaurants. Vor 10:30 Uhr ankommen — danach kommen die Bustouren. Der Faro de la Entallada auf seiner 200-Meter-Klippe an der Ostküste liegt 50 Minuten entfernt — 100 Kilometer Blick bis Afrika, Di–Sa kostenlos geöffnet. Und Cofete mit seinen 14 Kilometern Wildstrand — eineinhalb Stunden über die Schotterpiste ab Morro Jable, vorher tanken, Offline-Karte laden, zwei Liter Wasser einpacken.
Wir haben sieben Touren zusammengestellt die die Höhepunkte sinnvoll verbinden: → 7 Insider-Touren auf eigene Faust
Viel Spass beim Erkunden und Entdecken der Geheimtipps & Sehenswürdigeiten mit dem eigenen Mietwagen.
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Zu Pferd · Im Buggy · Zu Fuss
Zu Pferd entlang der Westküste bei La Pared, wenn die Sonne tief steht und der Atlantik orangerot wird — das ist eine andere Insel als vom Liegestuhl aus. Rancho Barranco de los Caballos macht das möglich, seit über zwanzig Jahren, direkt bei Las Hermosas. Im Buggy durch das Inselinnere der Jandía-Halbinsel zu Spots die kein Reisebus je ansteuert — Fuerte Adventure Excursions in Costa Calma. Paragliding-Tandemflüge über La Pared mit Blick über beide Seiten der Insel — die schmalste Stelle, fünf Kilometer zwischen zwei Meeren von oben.
Wandern: der Pico de la Zarza ab Morro Jable, 812 Meter, ca. vier Stunden, Blick auf Cofete und den gesamten Süden. Wer lieber flach geht: die Küstenwanderung entlang der Sotavento-Lagune bei Ebbe — türkisblau, menschenleer, mit den Kitesurf-Drachen am Horizont.
Landausflüge im Süden: → Landausflüge im Süden
Oasis Park ein ganzer Tag
Der Oasis Park in La Lajita — 15 Minuten südlich von Costa Calma — ist der größte Tier- und Botanikpark der Kanarischen Inseln und einer der wenigen Orte auf Fuerteventura an dem man problemlos einen ganzen Tag verbringt ohne das Gefühl zu haben die Zeit zu verschwenden. Giraffen die man füttern kann, eine Kamelsafari durch den Palmenhain, Nilpferde, Greifvogelshow, Schildkröten, und ein botanischer Garten der in seiner stillen Eigenartigkeit seinesgleichen sucht. Sonntags findet hier zusätzlich der Oasis Market statt — handgemachter Schmuck, lokale Produkte, frisches Obst von der Insel. Familien mit Kindern: das ist der beste Ausflugstag des Südens.
Shopping
Im CC El Palmeral lohnt sich ein Stopp bei 1STone Art & Design im Local 8 — eine Edelsteinschmuck-Manufaktur die seit 1997 auf der Insel arbeitet. Individuelle Unikate aus Edelsteinen, mit dem Spirit & den Vibes der Insel, handgefertigt im Atelier. Kein Massenprodukt, kein Souvenirstand. Wer einmal hineinschaut versteht den Unterschied sofort.
Sicasumbre der Sternenhimmel
Ein Abend den fast niemand kennt und der einer der stärksten Momente des Urlaubs werden kann: nach dem Sonnenuntergang an La Pared die 20 Minuten zum Mirador Astronómico de Sicasumbre fahren. Astronomisch zertifizierter Aussichtspunkt, einer der dunkelsten Himmel Europas, Milchstraße mit bloßem Auge sichtbar — ein weißes Band quer über den Himmel das in Mitteleuropa schlicht nicht existiert. Kein Teleskop nötig, kein Eintritt, keine Infrastruktur. Nur Dunkelheit, Stille und ein Himmel der einen sprachlos macht.
Die 39 Geheimtipps nicht alle am gleichen Tag
Wer denkt den Süden zu kennen weil er Sotavento und Cofete gesehen hat, hat ungefähr die Hälfte gesehen. Der Mirador del Salmo mit dem Blick über die Lagune. Die Salzwiesen von Morro Jable mit dem Leuchtturm und den Zugvögeln. Der Mirador de los Canarios mit dem Blick auf 14 Kilometer Cofete-Strand von oben. Der Faro de la Entallada auf seiner 200-Meter-Klippe. Die Playa de los Ojos, schwarze Basaltfelsen, natürliche Höhlenpools, fast niemand dort. Das ist der Süden. Erreichbar, kostenlos, kaum bekannt.
Die 39 Geheimtipps: → 39 Geheimtipps by Locals
Abends & Nachts
La Falua in La Lajita — fangfrischer Fisch, zehn Minuten südlich von Costa Calma, direkt am Strand, einer der besten Fischtische im Süden. Noels Bar für Tapas. San Borondón für Steaks und Livemusik. Das Restaurante Marabú in Esquinzo für besondere Abende — stimmungsvoll, Reservierung empfehlenswert. Wer Panorama will: das Mirador Restaurant an der FV-2 mit Blick über Costa Calma. Und wer danach noch nicht schlafen will: Bahamas und El Divino im CC Bahia Calma — das ist das Nachtleben von Costa Calma, kompakt und ehrlich.
Aktivitäten im Süden: → Aktivitäten im Süden