Fuerteventura mit dem Auto Tour 01
Ajuy · Pájara · Sicasumbre · La Pared
Costa Calma → Ajuy → Pájara → Mirador Sicasumbre → La Pared → (optional: Sternenhimmel)
Halber Tag · Mietwagen · ca. 120 km · Finale: Sonnenuntergang an den Klippen
Kultur, Höhlen, Astronomie und der beste Sonnenuntergang der Insel — an einem einzigen Tag. Diese Tour führt dich in das stille Inselinnere das die meisten Urlauber nie sehen. Kein Hotel-Pool, kein Wellenreiterpaket, nichts aus dem Reisekatalog. Stattdessen: fünf Millionen Jahre alter Meeresboden, eine Kirche deren Portal niemand erklären kann, ein Aussichtspunkt von dem aus du beide Küsten gleichzeitig siehst — und am Ende die Klippen von La Pared mit der Sonne direkt über dem Atlantik. Wer möchte, bleibt noch für den besten Sternenhimmel der Kanaren. Das ist kein Ausflug. Das ist der Tag den du dir später merkst.
Start — Costa Calma
Frühstücken vor dem Aufbruch — bei Tonis Non Solo Cafe im CC El Palmeral, Costa Calma. Wasser und Snacks für unterwegs einpacken. Die Westküste hat keine Supermärkte auf der Strecke. Kurzer Stopp bei 1STone Art & Design im El Palmeral Local 8 lohnt sich — individueller Edelsteinschmuck, seit 1997 auf der Insel. Unikate die man nicht im Internet bestellt. Dann auf die FV-617 Richtung Westen.
Toni´s Non Solo Cafe
Wer nicht nur einen Cafe sondern auch ein tolles
Frühstück oder mehr sucht ist hier genau richtig.
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Ajuy Der älteste Meeresboden der Kanaren
Ajuy ist der erste Stop — und für viele der eindrucksvollste des Tages. Der kleine Fischerort liegt an der Westküste, schwarzer Vulkansand, ein paar Boote, zwei Restaurants, keine Hektik. Was Ajuy besonders macht liegt nicht am Strand sondern dahinter: die Cuevas de Ajuy sind Meereshöhlen die vor rund 70 Millionen Jahren unter dem Atlantik entstanden. Als die Kanarischen Inseln noch nicht existierten, war dieser Fels bereits Meeresgrund. Man läuft durch einen schmalen Pfad entlang der Klippen, steigt in die Höhlen hinab und steht am Ende vor dem offenen Atlantik — Wellen, Wind, kein Mensch. Festes Schuhwerk ist Pflicht, der Weg ist uneben und an einigen Stellen nass.
Nach den Höhlen: Mittagessen im Restaurante Ajuy direkt am Strand. Frischer Fisch, Meerblick, faire Preise. Einer der ehrlichsten Mittagstische auf der Insel. Vor 13:30 Uhr ankommen — danach wird es voll und die Wartezeiten lang.
Insider-Tipp: Der Weg zu den Höhlen führt auch am Arco de Jurado vorbei — einem natürlichen Felsbogen direkt über dem Meer. Den meisten Besuchern fällt er gar nicht auf. Augen auf.
Sicherheit: Nicht ins Wasser — die Strömung an der Westküste bei Ajuy ist extrem gefährlich, auch wenn das Wasser ruhig aussieht.
Restaurant
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Restaurant
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Pájara Die Kirche mit dem aztekischen Portal
Von Ajuy fährst du die FV-617 zurück Richtung Osten nach Pájara — ein stilles Dorf im Inselinneren das die meisten Reiseführer mit einem Halbsatz abhandeln. Zu Unrecht. Die Iglesia de Nuestra Señora de Regla ist eine der rätselhaftesten Kirchen des gesamten spanischen Kolonialreichs: Das steinerne Portal ist mit aztekisch anmutenden Motiven verziert — Schlangen, geometrische Muster, Figuren die keinerlei Bezug zur europäischen Kirchenarchitektur des 17. Jahrhunderts haben. Woher diese Einflüsse stammen ist bis heute nicht abschließend geklärt. Einige Forscher vermuten Verbindungen zur Neuen Welt, andere sehen lokale Handwerker am Werk die ihre eigene Bildsprache entwickelt haben. Die Kirche steht seit 1687 — und das Portal sieht heute noch genauso aus wie damals.
Kurzer Kaffee im Dorf, durch die Gassen schlendern. Pájara macht keinen Versuch touristisch zu sein. Genau deshalb lohnt es sich.
Pajara Ortsbeschreibung im Detail
Insider-Tipp: Im Dorf gibt es eine kleine Bar am Platz — kein Schild, keine Karte, einfach reingehen wo Einheimische sitzen. Bester Kaffee der Strecke.
Cafe
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Der Rückweg Mirador Astronómico de Sicasumbre
Wir fahren die gleiche Strecke zurück Richtung Costa Calma mit zwei neuen Stops.
Der Mirador de Sicasumbre ist einer der am wenigsten bekannten und gleichzeitig spektakulärsten Aussichtspunkte der Insel. Er liegt auf dem Bergkamm im Süden — und bietet einen der weitesten Blicke die Fuerteventura zu bieten hat: bei klarer Sicht reicht das Panorama bis zur Südspitze der Insel, zur Halbinsel Jandía und dem offenen Atlantik dahinter mt der Playa de Cofete. Am Nachmittag wird das Licht weicher, die Hitze lässt nach, die Farben der Landschaft verändern sich. Die Fotos die hier entstehen sehen nicht aus wie Urlaubsfotos.
Der Aussichtspunkt ist offiziell astronomisch zertifiziert — Starlight-Reserve, einer der dunkelsten Himmel Europas. Das wird nach dem Sonnenuntergang noch relevant.
La Pared Sonnenuntergang an den Klippen
La Pared liegt an der Westküste — ein kleiner Ort, kaum Infrastruktur, aber eine Lage die ihresgleichen sucht. Die Klippen fallen direkt in den offenen Atlantik, keine Lagune, keine Sandbank, kein Riff dazwischen — nur Fels und Meer. Die Sonne geht hier direkt über dem Horizont unter, ohne jeden Umweg. Im Sommer gegen 20:00–20:15 Uhr. Früh ankommen, guten Platz sichern.
La Pared ist auch einer der besten Surfspots der Insel — wilde Wellen, starke Strömung. Zuschauen ja, ins Wasser nein.
Insider-Tipp: Jacke einpacken — an La Pared ist es abends kalt und windig, selbst im Hochsommer. Wer das unterschätzt, steht bibbernd am schönsten Sonnenuntergang der Reise.
Direkt am Aussichtspunkt: Caretta Beach Bar — Fisch, Cocktails, Meerblick. Für den Hunger nach dem Sonnenuntergang die richtige Adresse.
Caretta Beach
Das Restaurant liegt direkt am
schwarzen Nordstrand von La Pared.
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Restaurant
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Optional: Sicasumbre · Der Sternenhimmel
Wer noch Energie hat: 20 Minuten zurück auf den Sicasumbre. Nach Einbruch der Dunkelheit, kaum Lichtverschmutzung weit und breit, astronomisch anerkannter Beobachtungspunkt. Die Milchstraße ist hier mit bloßem Auge sichtbar — ein weißes Band quer über den Himmel das in Mitteleuropa schlicht nicht existiert. Kein Teleskop nötig, nur Dunkelheit und ein bisschen Geduld bis sich die Augen gewöhnt haben. Wer das mitnimmt erinnert sich daran länger als an jeden Strand dieser Reise.
Praktisches auf einen Blick
| Strecke | ca. 120 km Runde, ca. 2–2,5 Std. Fahrzeit ohne Stopps |
Mietwagen |
Pflicht — alle Spots ohne Auto nicht erreichbar |
Schuhe |
Festes Schuhwerk für die Ajuy-Höhlen — Pflicht |
Jacke |
Für La Pared und Sicasumbre abends — Pflicht |
Wasser & Snacks |
Vor Abfahrt einpacken — keine Läden auf der Strecke |
Mittagessen |
Restaurante Ajuy — vor 13:30 Uhr ankommen |
Sicherheit |
Ajuy & La Pared — nicht ins Wasser, Strömung lebensgefährlich |
Budget |
ca. 30–60 € / Person (Essen + Kaffee) + Mietwagen |
Route |
Google Maps: Komplette Route öffnen → |