Tour 07 - Die Stopps
Costa Calma
Jandia & Morro Jable
La Pared
Tour 07 Grandes Playas · Costa Calma · Jandía · Morro Jable · La Pared
Ganzer Tag · Mietwagen · ca. 270 km · Die große Inseldiagonale von Nord nach Süd
Diese Tour ist die längste der sieben — und die einzige die die Insel von einem Ende bis fast zum anderen durchquert. Von den Dünen Corraleljos im Norden bis zu den Klippen von La Pared im Westen: das ist Fuerteventura in seiner ganzen Breite. Wer die Insel einmal wirklich verstehen will, fährt diese Strecke. Nicht weil sie die spektakulärste ist — das ist Tour 04. Sondern weil sie zeigt wie viel Platz, wie viel Strand, wie viel Stille auf 150 Kilometern Länge zu finden ist. Eine Tour für alle die ankommen wollen.
Start — Corralejo · Dünen & Grandes Playas
Corralejo liegt im äußersten Norden — Hafen, Fähre nach Lanzarote, Surfer, Tourismus, Leben. Aber gleich südlich des Ortes beginnt der Naturpark: die Grandes Playas de Corralejo, zehn Kilometer weißer Sand direkt am Naturschutzgebiet. Die Dünen wandern hier langsam Richtung Süden, das Wasser ist türkisblau, der Wind konstant. Einer der schönsten Strandabschnitte Europas — und er ist kostenlos zugänglich, ohne Hotel davor. Früh ankommen, parken am Parkplatz am Nordende, kurz laufen. Das ist der richtige Beginn für diese Tour.
Von Corralejo südwärts — FV-1 und FV-2
Von Corralejo auf die FV-1 Richtung Puerto del Rosario, dann weiter auf die FV-2 Richtung Süden. Die Strecke ist die Hauptachse der Insel — gerade, gut ausgebaut, kaum Verkehr ausserhalb der Stosszeiten. Links die Ostküste, flaches Lavaland das direkt ins Meer fällt. Rechts das Inselinnere — trocken, weit, mit den markanten Windrädern am Horizont. Vorbei an Puerto del Rosario, an Caleta de Fuste, an Gran Tarajal. Die Landschaft verändert sich kaum — das ist das Wesen des Nordens und der Mitte der Insel. Kurz hinter dem Istmo de La Pared — der schmalsten Stelle der Insel, fünf Kilometer zwischen zwei Meeren — beginnt die Jandía-Halbinsel. Die FV-2 wird breiter, der Wind stärker, und links öffnet sich der erste Blick auf den langen Südstrand.
Costa Calma · Pause & Sotavento-Lagune
Costa Calma liegt genau in der Mitte der Jandía-Halbinsel — und hier lohnt sich die erste längere Pause. Das CC El Palmeral direkt am Strandeingang für Kaffee und einen kurzen Stopp bei 1STone Art & Design im Local 8 — individueller Edelsteinschmuck seit 1997, Unikate die man nicht im Internet bestellt. ausgesuchte Tapasoder auch einen kompletten Mittagstisch findet ihr bei Noel´s Bar in der oberen Etage.
Sechs Kilometer südlich von Costa Calma liegt das Herzstück des Südens: die Sotavento-Lagune. Bei Flut ist sie ein offener Strand mit türkisblauem Wasser, Kitesurfer die in zehn Metern Höhe fliegen, Windsurfer die mit dem Passat kämpfen. Bei Ebbe entsteht ein türkisblaues Binnenmeer — flach, still, warm. René Egli direkt am Strand, weltberühmte Kite- und Windsurf-Station. Wer den Mirador del Salmo aufsucht — die Bunte Bank darüber — sieht das System von oben und versteht es erst richtig.
→ Costa Calma im Detail · → Sotavento-Lagune · → Playa de la Barca
Von Costa Calma nach Jandía FV-2 weiter südwärts
Die FV-2 südwärts weiter, vorbei an Esquinzo und Butihondo. Der Strand bleibt links — immer breit, immer weiß, immer weniger Menschen je weiter man südlich kommt. Wer mag & wenn Zeit ist ein kurzer Abstecher lohnt sich durchaus.
Costa Calma bis Morro Jable Der lange Strand
Ab Costa Calma zieht sich links ein Strand der seinesgleichen sucht — breit, weiß, flach abfallend, und je weiter man südlich fährt desto leerer. Das ist die Ostseite der Jandía-Halbinsel: kein einzelner Strand, sondern ein zusammenhängender Sandstreifen von Costa Calma bis Morro Jable. Einer der längsten Strandabschnitte Europas, Blaue Flagge. Dahinter die Salzwiesen des Saladar de Jandía unter Naturschutz — voller Zugvögel, nicht zu betreten, aber wunderschön anzusehen.
Die Promenade von Jandía bis Morro Jable ist vier Kilometer lang — Walker, Läufer, Skater. Bei Ebbe lässt sich der Küstenstreifen von Morro Jable bis Costa Calma durchwandern: über 20 Kilometer Sandstrand am Stück, kein offizieller Weg, nur Meer und Sand.
→ Jandía & Morro Jable im Detail · → Playa de Jandía · → Salzwiesen & Leuchtturm Morro Jable
Morro Jable Altstadt · Hafen · Mittagessen
Die FV-2 endet in Morro Jable. Nicht im übertragenen Sinne — die Strasse hört buchstäblich auf. Dahinter beginnt die Schotterpiste nach Cofete.
Morro Jable war einmal ein kleines Fischerdorf, gegründet 1899 von einem einzelnen Fischer. Man sieht es noch — im Hafen, in den engen Gassen der Altstadt die auf einem Hügel hinter den Hotelreihen liegt. Viele Urlauber finden sie nie, obwohl sie direkt hinter der Strandpromenade beginnt. Schattiger Platz, Einheimische beim Dominospielen, kleine Läden. Am Hafen: Restaurante Cofradía direkt am Kai — was morgens angelandet wird, kommt mittags auf den Tisch. Fangfrischer Fisch, kanarische Küche, keine Touristenfalle.
Direkt am Hafen auch die Schildkröten-Aufzuchtstation der Universität Gran Canaria — kostenloser Besuch, Karettschildkröten die hier aufgezogen werden bis sie stark genug für den Atlantik sind. Und im Hafenbecken: Rochen.
Wer den Mirador de Morro Jable aufsucht — der Aussichtspunkt über dem Hafen mit der Bronzestatue der drei Fischer — sieht den Ort von oben: Hafen, Altstadt, der endlose Sandstrand nach Norden. Einer der ruhigsten Aussichtspunkte im ganzen Süden.
→ Morro Jable im Detail · → Geheimtipp Hafen & Mirador · → Playa del Matorral
Rückweg über La Pared FV-2 → FV-605
Vom Hafen Morro Jable auf der FV-2 zurück Richtung Norden, bis zur Abzweigung FV-605 Richtung La Pared. Die Strasse verlässt die Ostküste, steigt ins Inselinnere an und fällt dann nach Westen ab. Richtung Atlantik. Der Wind wird spürbar stärker je näher man der Westküste kommt, die Vegetation dünner, die Landschaft kahler. Dann: La Pared.
La Pared Sonnenuntergang an der Westküste
La Pared bedeutet schlicht: die Mauer. Hier verlief einst die Pared de Jandía — ein steinernes Bollwerk das die Insel vollständig in zwei Königreiche teilte, von Küste zu Küste. Heute sind nur noch Fragmente erkennbar. Der Name blieb.
Der Ort ist klein, zurückgenommen, vollständig über seine Küstenkante definiert. Die Playa de La Pared ist kein Badestrand — die Wellen laufen ungefiltert aus dem offenen Atlantik ein, die Strömungen sind stark. Aber als Naturschauspiel ist er einer der eindrucksvollsten der Insel: schwarze Felsen, weißer Schaum, Wellen die brechen als hätten sie nichts anderes getan seit Millionen Jahren.
Der Mirador de La Pared liegt oberhalb des Ortes — kein Trubel, keine Infrastruktur. Der Blick entlang der Küstenlinie Richtung Süden: ockerfarbene Hügel, schwarze Lavafelder, das tiefe Blau des Atlantiks. Zum Sonnenuntergang: die Küste ist direkt nach Westen ausgerichtet, die Sonne sinkt direkt ins Meer. Das Licht färbt die Vulkanhänge in warme Rot- und Goldtöne. Einer der ruhigsten und am wenigsten überlaufenen Sonnenuntergangs-Spots der ganzen Insel.
Danach: Caretta Beach Restaurant direkt am Strand — Fisch, Meeresfrüchte, Cocktails, Meerblick. Oder Restaurante La Pared für kanarische Küche.
→ Geheimtipp La Pared · → Playa de La Pared / Playa de Viejo Rey
Careta Beach
Restaurant
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Restaurante
La Pared
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Rückfahrt · La Pared → Corralejo
Von La Pared auf der FV-605 — zehn Minuten bis zur FV-2, dann nordwärts. Die Strecke ist dieselbe wie die Hinfahrt, jetzt im Dunkeln: vorbei an Costa Calma, an Gran Tarajal, an Caleta de Fuste, an Puerto del Rosario. Bis Corralejo etwa eineinhalb Stunden. Nachts kaum Verkehr, die Insel still und weit. Ein langer Tag — aber einer der sich gelohnt hat.
Irgendwann muss man dann doch. Von El Cotillo auf der FV-109 zurück nach Lajares — zehn Minuten, die Nordebene jetzt im Dunkeln, der Wind hat nachgelassen. In Lajares auf die FV-10 Richtung Süden. Die Strasse führt an La Oliva vorbei, dann weiter durch das Inselinnere Richtung Puerto del Rosario, und von dort auf die FV-2 Richtung Süden zurück nach Costa Calma. Etwa eine Stunde — nachts kaum Verkehr, die Insel im Dunkeln ist still und weit. Ein guter Abschluss für einen langen Tag.
Praktisches auf einen Blick
| Strecke | ca. 270 km, ca. 4 Std. Fahrzeit ohne Stopps |
Mietwagen |
Pflicht — alle Stops ohne Auto nicht erreichbar |
Früh starten |
Corralejo vor 09:00 Uhr — Grandes Playas gehören dann einem allein |
Mittag |
Restaurante Cofradía am Hafen Morro Jable — fangfrischer Fisch |
La Pared |
Kein Badestrand — starke Strömung · Mirador ungesicherte Klippen |
Sonnenuntergang |
La Pared Mirador · 45 Min. vorher Platz sichern · Jacke mitnehmen |
Budget |
ca. 40–70 € / Person (Essen + Kaffee) + Mietwagen |
Route |
Google Maps: Komplette Route öffnen → |
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