Grandes Playas de Corralejo
Sahara trifft Atlantik — neun Kilometer weißer Sand, türkisblaues Wasser und Dünen bis zu zehn Meter hoch.
Die Grandes Playas de Corralejo sind eine Kette von Strandabschnitten südlich von Corralejo, eingebettet in den Parque Natural de las Dunas de Corralejo — über 2.500 Hektar Dünenlandschaft, die größte der Kanarischen Inseln. Der Sand hier entsteht auf natürliche Weise durch die Erosion von Muschelschalen, fein, hell, fast weiß. Das Wasser dahinter: kristallklar, türkisblau, mit Blick auf die Insel Lobos und an klaren Tagen bis zur Südspitze Lanzarotes.
Die einzelnen Abschnitte
Die Strände reihen sich entlang der FV-104 aneinander — von Corralejo aus südwärts fahrend, jeder Abschnitt hat seinen eigenen Charakter.
Playa del Médano und Playa Flag Beach — direkt am Ortsrand, der Spot für Kite- und Windsurfer. In vier Zonen aufgeteilt: Kiten, Windsurfen, Surfen, Schwimmen. Eine Wassersportschule vor Ort, kleine Strandbar, Liegenverleih, Rettungsschwimmer. Lebendig, windig, sportlich.
Playa Bajo Negro — ruhiger, familienfreundlicher Abschnitt direkt neben den beiden RIU Hotels. Flacher Einstieg ins Wasser, Rettungsschwimmer, stellenweise Sonnenliegen. Der zugänglichste und belebteste Abschnitt für Badegäste.
Playa del Moro und Playa Alzada — weitläufig, naturbelassen, kaum Infrastruktur. Ideal für lange Strandspaziergänge und alle die Ruhe suchen. Hier sind deutlich weniger Menschen — auch in der Hauptsaison. FKK-Bereiche vorhanden.
Playa El Burro — der bekannteste Windsurfspot der Grandes Playas, sportlich, lebendig, teils kräftige Wellen.
Die Dünenlandschaft hinter den Stränden ist das eigentliche Spektakel. Bis zu zehn Meter hohe Wanderdünen, geformt vom Passatwind, weit und offen wie eine Wüste. Barfuß durch den weichen Sand laufen, Blick auf das Meer, kein Gebäude weit und breit — das ist Fuerteventura wie es im Prospekt aussieht, aber wirklich existiert.
Die FV-104 teilt den Park in Strand auf der einen und Dünenwelt auf der anderen Seite. Wer durch die Dünen wandert braucht Wasser und Sonnenschutz — kein Schatten, kein Kiosk, keine Infrastruktur. Dafür: Fotos wie aus einer anderen Welt, besonders bei früher Morgensonne oder kurz vor Sonnenuntergang wenn das Licht die Dünen orange färbt.
Anfahrt & Parken
Über die FV-104 ab Corralejo Richtung Süden — mehrere ausgeschilderte Zugänge und Parkbuchten direkt an der Straße, kostenlos. Nicht auf lockerem Sand parken — Fahrzeug kann einsinken. Alternativ: Bus Linie L6 ab Corralejo, oder mit dem Fahrrad entlang der Küste.
Praktisches
Infrastruktur direkt am Strand: minimal bis keine — außer bei den RIU Hotels und dem Médano/Flag Beach Bereich. Keine festen Bars auf der freien Strecke, keine Duschen, keine Toiletten außer bei den Sportstationen. Wasser und Snacks mitnehmen.
Wind nimmt nachmittags zu — morgens ist der Strand ruhiger und angenehmer zum Baden. Sonnenschutz und Kopfbedeckung sind Pflicht, der Sand kann sehr heiß werden.