Der eleganteste Aussichtspunkt der Insel César Manrique auf 669 Metern
Geheimtipp Mirador de Morro Velosa Fuerteventura — auf dem 669 Meter hohen Vulkankegel Tegú, mitten im geschützten Landschaftspark von Betancuria. Das Gebäude wurde von César Manrique entworfen — dem lanzarotischen Künstler und Architekten der wie kein anderer verstand wie man Architektur in Vulkanlandschaft einbettet. Das Panorama von hier ist das weiteste der gesamten Insel: beide Küsten gleichzeitig, bei klarer Sicht Lanzarote im Norden und die Dünen von Corralejo. Der Geheimtipp Mirador de Morro Velosa Fuerteventura lohnt sich — auch wenn das Gebäude derzeit geschlossen ist.
Ja — das Manrique-Gebäude ist seit Herbst 2025 wegen umfassender Sanierungsarbeiten geschlossen. Die Inselregierung richtet dort ein neues Naturkundemuseum ein. Wiedereröffnung voraussichtlich 2026/27. Der Panoramablick von der Zufahrt und dem Bereich vor der Absperrung ist trotzdem grandios.
Das Panorama beide Küsten auf einmal
Der Vulkankegel Tegú ragt im geografischen Zentrum des nördlichen Inseldrittels auf — der ideale Punkt für die weiteste Sicht der Insel:
Blick nach Norden — über die schier endlose, wüstenhafte Hügellandschaft. Bei klarer Sicht reicht der Blick über das von Windmühlen geprägte Tal von Antigua, über die glitzernden Dünen von Corralejo bis hinüber zu Lanzarote am Horizont.
Zwei Küsten gleichzeitig — wenn das Wetter mitspielt, sieht man von hier sowohl die ruhige Ostküste als auch die raue Westküste Fuerteventuras gleichzeitig. Das gibt es auf der Insel nur hier.
Das Farbspiel — die kargen Hügelketten, im Volksmund „Kamelrücken“ genannt, schimmern je nach Sonnenstand in Gelb, Rotbraun und Anthrazit. Bei ziehenden Passatwolken ändert sich das Bild minütlich.
Die Architektur von César Manrique
Manrique war weltweit dafür bekannt, Architektur im Einklang mit der Natur zu schaffen — kein Bauwerk das sich über die Landschaft stellt, sondern eines das sich in sie einfügt. Das Gebäude des Mirador de Morro Velosa ist ein Paradebeispiel: flach, in erdigen Sand- und Ockertönen verputzt, farblich perfekt an die umliegenden Vulkanberge angepasst. Traditionelle Holzbalkone und ein braunes Ziegeldach verleihen ihm das Flair eines kanarischen Herrenhauses. Von aussen heute noch vollständig zu sehen — und zu fotografieren.
Aktueller Status — Sanierung & Neueröffnung
Seit Herbst 2025 ist das Gebäude für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Inselregierung renoviert es vollständig und richtet ein neues Naturkundemuseum zur Geologie und Natur Fuerteventuras ein. Die Stichstrasse hinauf ist teilweise mit einer Schranke versperrt.
Tipp: Auto unten bei den Königsstatuen (Guise y Ayose) abstellen und die letzten 500 Meter zu Fuss hinaufgehen. Der Spaziergang belohnt mit stetig besser werdender Aussicht — und das Panorama von der Terrasse vor der Absperrung ist kaum schlechter als von drinnen.
Insider-Tipp: Queso Majorero direkt hier
Direkt an der FV-30 auf dem Pass — zwischen den Königsstatuen und Betancuria, rechts am Strassenrand — liegt die Granja la Villa (Llano de Santa Catalina). Eine Käserei mit langer Familientradition, Queso Majorero in allen Reifestufen: frisch, halbgereift, gereift, Gran Reserva, mit Öl, Paprika oder Gofio. Klingeln und reinlassen lassen — direkt vom Produzenten, der beste Käsekauf der Insel.
Kombination — der perfekte Halbtag
Mirador de Guise y Ayose (Königsstatuen, 300 Meter tiefer an der FV-30) → zu Fuss hinauf zum Mirador de Morro Velosa → Käsekauf Granja la Villa → hinunter nach Betancuria (historische Altstadt, Kirche, Mittagessen). Das ist der beste Halbtag im Inselinneren
Granja la Villa
Queso Marojero
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Anfahrt
Ab Costa Calma: FV-2 → FV-20 → FV-30 Richtung Betancuria — kurz vor Betancuria rechts die Stichstrasse zum Mirador. Ca. 45 Minuten.
Ab Corralejo: FV-1 → FV-10 → FV-30. Ca. 50 Minuten.
Ab Puerto del Rosario: FV-20 → FV-30. Ca. 35 Minuten.
Praktisches
Lage: Vulkankegel Tegú · 669 m · FV-30 bei Betancuria · Gemeinde Betancuria
Status: Gebäude geschlossen (Sanierung seit Herbst 2025) · Panorama von aussen jederzeit zugänglich
Parken: Unten bei Guise y Ayose · 500 m zu Fuss hinauf
Wind: Sehr stark auf 669 m · winddichte Jacke Pflicht
Wolken: Gipfel oft in Passatwolken · bei schlechter Sicht auf Guise y Ayose ausweichen
Anfahrt ab Costa Calma: ca. 45 Min. · FV-2 → FV-20 → FV-30
Eintritt: Frei
Notruf: 112
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