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La Oliva

Nuestra Senora la Candelaria La Oliva by InsiderFuerteventura

Das herrschaftliche Kulturzentrum des Nordens Kolonialpaläste, heilige Berge und kanarische Landküche

La Oliva Gemeinde La Oliva, nördliches Inselinneres, 10 Minuten von Lajares. Das historische Machtzentrum des Nordens: kein Strand, kein Surfer-Vibe  dafür Kolonialarchitektur, Geschichte und eine tiefe kanarische Ruhe die in keinem Küstenort zu finden ist.

Die Annäherung nach La Oliva wirkt sofort anders. Die Strasse kommt aus der offenen Nordlandschaft, die Bebauung setzt ruhig und definiert ein keine Küstenlinie als Leitmotiv, sondern ein leicht erhöhter Inlandspunkt mit innerer Achse. Man merkt sofort: hier ist weniger Durchgang, mehr Geschichte.

Geschichte

Das Reich der Coroneles ab dem frühen 18. Jahrhundert liessen sich die Militärobersten der Insel (die Coroneles) in La Oliva nieder. Sie rissen die gesamte politische, militärische und wirtschaftliche Macht an sich und regierten Fuerteventura wie absolute Herrscher. Die fruchtbaren Böden der Ebene von La Oliva, Getreidefelder soweit das Auge reichte, machten den Ort zum reichsten Zentrum der Insel. Die Macht ging erst im 19. Jahrhundert an die Küstenstädte über.

Tindaya  8 Minuten südlich erhebt sich die Montana de Tindaya, ein 400 Meter hoher Solitär-Vulkankegel aus hellem Trachyt. Für die Majos, die Ureinwohner Fuerteventuras, war dieser Berg absolut heilig. Nahe dem Gipfel haben sie über 300 fussförmige Felsritzungen (Podomorfos) in den Stein gehauen, alle exakt Richtung Westen, zum Teide auf Teneriffa oder zum Sonnenunter-gang. Besteigen nur mit offizieller Genehmigung über das Umweltamt. Rundwanderung um den Fuss des Berges: ca. 4 km, 1,5 Stunden, leicht.

Casa-de-los-Coroneles-La-Oliva by InsuderFuerteventura

El Cotillo

El Cotillo ist ein Chamäleon. Nördlich des Dorfes liegen spiegelglatte, karibisch anmutende Lagunen mit puderweissem Sand — flaches klares Wasser, keine Wellen, Familien und Schnorchler. Südlich des Dorfes bricht der ungezähmte Atlantik mit meterhohen Wellen gegen dunkle Steilklippen. Beides liegt wenige Gehminuten auseinander. Diese Dualität macht El Cotillo zu einem der interessantesten Orte der Insel.

Geschichte

Puerto de El Tostón — El Cotillo hiess früher Puerto de El Tostón und war im 17. Jahrhundert einer der wichtigsten Handelshäfen Fuerteventuras. Kalk, Vieh und Getreide wurden hier verschifft. Der florierende Hafen zog englische und nordafrikanische Piraten an — zum Schutz baute man um 1700 den markanten runden Wehrturm Castillo de El Tostón auf den Klippen südlich des Ortes. Er steht bis heute und beherbergt heute wechselnde Kunstausstellungen.

Kirche Vallebron La Oliva 03 by InsiderFuerteventura

Der Ort

La Oliva Geheimtipp by InsiderFuerteventura

Alter Hafen (Puerto Viejo / Puertoito) — das historische Herz. Rund um das alte Hafenbecken mit seinen weiss-blauen Fischerhäusern herrscht eine eigenartige Ruhe. Kleine Kunstgalerien, Handwerksläden, Fischrestaurants. Die alten Schutzmauern trotzen den Wellen, und in den Gassen dahinter spürt man noch das traditionelle Fischerleben.

Neuer Hafen (Puerto Comercial) — etwas weiter südlich, moderner, durch massive Betonmolen vor den Wellen geschützt. Hier pulsiert das Abendleben. Terrassen mit direktem Blick auf die spektakulärsten Sonnenuntergänge des Nordens.

Castillo de El Tostón — der runde Wehrturm aus dem 18. Jahrhundert thront auf den Klippen südlich des Ortes. Aussichtsplattform, Kunstausstellungen, markanter Anlaufpunkt.

Playa de los Charcos El Cotillo by InsiderFuerteventura

Die Strände — zwei Welten

Norden — die Lagunen

Playa de La Concha — der berühmteste Strand. Halbmondförmig, puderweisser Sand, glasklares türkisfarbenes Wasser. Ein natürliches Hufeisenriff hält die grossen Wellen ab — das Wasser davor ist spiegelglatt, flach, absolut sicher. Familien, Schnorchler, Entspannung. Bei Wind bauen Badegäste kleine Steinburgen (Corralitos) als Windschutz. Der schönste Lagunenstrand des Nordens.

Playa de Los Lagos — direkt am nördlichen Ortsrand, seichtes Wasser, Liebling der Einheimischen. Kleine weissgetünchte Häuser und Cafés liegen direkt dahinter.

Playa de Los Charcos — ganz im Norden am Fuss des Leuchtturms. Bei Ebbe verwandelt sich die kilometerlange Kette aus vulkanischem Gestein in flache, glasklare Naturpools. Unberührt, erholsam, kaum Touristen.

Playa El Marrajo — winzige ruhige Bucht direkt neben den Charcos. Fast unbekannt, fühlt sich manchmal wie ein privater Naturpool an.

Süden — die Surfstrände

Piedra Playa (Playa del Castillo) — der unumstrittene Surfstrand. 1,5 km langer Sandstrand direkt unterhalb schroffer Klippen. Starke Unterströmung, meterhohe Wellen — kein Badestand, absolutes Surfparadies. Intermediates und Fortgeschrittene. Kiten ebenfalls ideal.

Playa del Aljibe de la Cueva — direkt südlich der Piedra Playa, noch wilder. Brandung bricht extrem hohl und kraftvoll — fast nur erfahrene Surfer im Wasser.

Playa de la Escalera (Playa del Águila) — Geheimtipp ca. 4 km südlich. Von monumentalen schwarzen Steilklippen eingekesselt, Zugang über eine steile in den Fels gehauene Betontreppe. Bei Flut teils überschwemmt, bei Ebbe ein einsamer Traumstrand.

Playa Piedra El Cotillo 02 by InsiderFuerteventura

Surfen in El Cotillo

El Cotillo ist der Surfspot des Nordens — rauer, direkter und konzentrierter als die weitläufigen Kitefelder von Corralejo. Der Atlantik trifft hier schräg auf die Küste, die Sets laufen sauber auf die flach auslaufenden Bereiche zu. Keine einzelnen Spots, sondern eine ganze Küstenlinie.

Surfschulen analysieren täglich Wind, Gezeiten und Wellenqualität — Anfänger kommen zur Piedra Playa, Fortgeschrittene fahren an die Südabschnitte oder Richtung Westküste. Transport zum besten Spot des Tages ist bei allen guten Schulen inklusive.

FreshSurf Fuerteventura — eine der renommiertesten Schulen der Nordwestküste. Maximal 4 bis 6 Schüler pro Lehrer. Alleinstellungsmerkmal: intensives Video-Coaching, Wellenritte werden vom Strand gefilmt und am Nachmittag detailliert analysiert. Schnupperkurs 1 Tag ca. 60 €, 3 Tage ca. 175 €, 5 Tage ca. 280 €.

Riders Surf ’n‘ Bike — kultig, entspannt, direkt im Ort. Zertifizierte Coaches die Sandbänke und Strömungen der Piedra Playa seit Jahren kennen. Besonderheit: Kombipakete Surfen und Mountainbiken für wellenarme Tage.

Safari Surf School Fuerteventura — international aufgestellt, Kurse auf Deutsch, Englisch und Spanisch, sehr kinder- und familienfreundlich. Sicherheitsausbildung inklusive Wellentheorie.

Surfer bei El Cotillo 01 by InsiderFuerteventura
two surfers in action on the waves by InsiderFuerteventura

Fresh Surf Fuerteventura

 

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Riders

Surf´n´Bike

 

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Surfer Tube Wave by Insider Fuerteventura

Safari Surf School

Fuerteventura

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Sehenswert in der Umgebung

Faro de El Tostón — der rot-weiss gestreifte Leuchtturm ca. 4 km nördlich des Ortes, auf einer windigen Landzunge. Kleines Fischereimuseum im Turm. Die Landschaft rundherum ist wild, rau, surreal — flache Lavafelder die ins Meer abfallen. Bester Platz der Insel für Sternenbeobachtung nachts.

Wanderung Klippenpfad — Start am Castillo de El Tostón, ca. 6 km Hin- und Rückweg, 1,5 bis 2 Stunden, leicht. Entlang der Klippenkante nach Süden mit Blick auf die Surfer in der Piedra Playa. Nach ca. 3 km: Playa de la Escalera — steile Betontreppe in den Fels gehaut, spektakuläre einsame Bucht.

Calderón Hondo — nur 10 bis 15 Minuten Fahrt Richtung Lajares. Perfekt erhaltener Vulkankrater, 70 Meter tief, Berberhörnchen auf dem Weg — ideal vor dem Nachmittag an den Lagunen kombiniert.

La Oliva — 15 Minuten landeinwärts, einstige Residenzstadt der Inselobersten. Casa de los Coroneles (längstes historisches Gebäude der Kanaren) und Kirche Nuestra Señora de la Candelaria.

Faro de Toston El Cotillo by InsiderFuerteventura

Buggy-Touren

Das Befahren der Dünen ist verboten — aber das Hinterland bietet genug Abenteuer. Lokale Anbieter wie Fuerteventura Dune Buggy Tours oder Buggies Corralejo bieten geführte Touren von ca. 2 bis 2,5 Stunden an: Panoramastopps an den Dünen, Offroad-Strecken durch das vulkanische Hinterland. Kräftige 700 bis 800cc Can-Am Buggies — macht auf Schotterpisten grossen Spass.

Buggy Costa Calma 01 by Insider Fuerteventura

Buggy Tourem 

 

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Gastronomie in El Cotillo 

La Vaca Azul — Kult-Restaurant am alten Hafen, erkennbar an der blauen Kuh-Skulptur auf dem Dach. Dachterrasse, erstklassige Meeresfrüchte, frischer Fisch, kanarische Weissweine.

Restaurante La Marisma — direkt am Kliff des alten Hafens, Panoramafenster über der Brandung. Institution für fangfrischen Fisch: Cherne (Wrackbarsch), Vieja (Papageienfisch), hausgemachte Mojo. Reservierung abends dringend empfohlen. Der Inhaber ist selbst Fischer.

Restaurante El Roque de los Pescadores — spektakulär auf einem Felsvorsprung über dem Meer. Paella Mixta und gegrillter Cherne mit direktem Wellenblick.

Olivo Corso — gehobene kreative Tapas im Ortskern. Ziegenkäse mit Feigenmarmelade, Oktopus, gute Weinauswahl.

El Oceaneri — stylische Bar direkt auf den Klippen, beste Cocktails, bester Sonnenuntergangsblick im ganzen Ort. Tipp: der Mojito.

El Mentidero Café — Liebling der Locals und Surfer. Specialty Coffee, frisch gepresste Säfte, Avocado Toast, hausgemachtes Bananenbrot. Herzlich und entspannt.

El Tostón Pâtisserie — die besten Croissants und Tartes der Insel, hausgemachte Kuchen, perfekter Café con Leche. Ideal nach der Wanderung.

Bar La Sombrita — ungezwungen, alternativ, in den Gassen der Altstadt. Puntitas de Calamar (frittierter Tintenfisch) und gratinierter Ziegenkäse zu fairen Preisen.

Pizzeria L’Oasi — die wohl beste neapolitanische Pizza der Nordwestküste. Teig reift tagelang, hauchdünn, leicht angekohlter Rand aus dem Steinofen. Abends voll — früh kommen oder warten.

Azzurro Chiringuito Restaurant — nördlich des Ortes direkt an den Lagunen, italienische Küche auf hohem Niveau, hausgemachte Gnocchi, cremige Risottos, Tiramisu. Traumhafte Terrasse mit Sonnenuntergangsblick.

Fisch gegrillt Essen by InsiderFuerteventura

La Vaca Azul  

 

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El Oceaneri

 

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Caipirinha Cocktail am Strand Playa by InsiderFuerteventura
Essen-08 by InsiderFuerteventura

Pizzeria L´Oasi 

 

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Restaurant 

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Papas Arrugadas Mojo Essen

Hotels & Unterkünfte

In El Cotillo — wohnt man eher in Surfcamps oder privaten Pensionen & Apartments, wir haben dennoch eine Auswahl von 3 Hotels vor Ort.

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Touren um El Cotillo

Calderón Hondo & Lajares — Vormittags Vulkankrater-Wanderung (1,5 Stunden, Berberhörnchen, Aussicht über den Norden), Mittagspause in Lajares, Nachmittags Lagunen in El Cotillo, Abends Sonnenuntergang am Castillo und Abendessen. Ein perfekter Tag.

Nordküstenroute — ab El Cotillo östlich über Lajares nach Corralejo: Dünen, Grandes Playas, Popcorn Beach. Oder umgekehrt als Tagesausfug ab Corralejo. Die schönste Route im Norden.

La Oliva & Casa de los Coroneles — 15 Minuten ins Inselinnere, das kulturelle Herz des Nordens. Herrschaftlicher Palast, Kirche, kanarischer Alltag ohne Tourismus.

Praktisches

Lage: Nordwestküste · Gemeinde La Oliva · ca. 20 Min. westlich von Corralejo
Anfahrt ab Costa Calma: FV-2 Richtung Norden → FV-10 über La Oliva → ca. 1 Std. 15 Min.
Alternativroute: Ab Corralejo über FV-109 durch Lajares · landschaftlich schöner
Parken: Kostenlos am Piedra Playa Parkplatz (Süden) · am Leuchtturm · in den Strassen rund um den neuen Hafen
Surfkurse: 1 Tag ca. 60 € · 3 Tage ca. 175 € · 5 Tage ca. 280 € · Material inklusive
Lagunen: La Concha ideal für Familien · Los Charcos bei Ebbe als Naturpools
Surfstrände: Piedra Playa · kein Baden · starke Strömung · kein Rettungsdienst
Faro del Tostón: Ca. 4 km nördlich · Fischereimuseum · Sternenhimmel nachts
Notruf: 112

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