Panorama, Staumauer und Naturbogen eine stille Route tief ins Inselinnere
Geheimtipp Barranco de las Peñitas Fuerteventura — direkt an der FV-30 oberhalb von Betancuria, mit Abstieg ins Tal von Las Peñitas. Kein einzelner Highlight-Punkt, sondern eine aufeinander aufbauende Route: vom weiten Panorama des Mirador del Risco de Las Peñas hinab ins enge Barranco-Tal, vorbei an einer alten Staumauer, bis zum versteckten Naturbogen Arco de las Peñitas. Geheimtipp Barranco de las Peñitas Fuerteventura ist eine der ruhigsten und stimmigsten Routen im gesamten Inselinneren — kein Massentourismus, kaum Beschilderung, nur Landschaft.
Wer von der FV-30 aus Richtung Betancuria kommt und hier anhält, versteht warum das Inselinnere Fuerteventuras so viel mehr ist als die Strände vermuten lassen. Die Landschaft wirkt strukturierter als im Süden — mehr Relief, mehr Tiefe, mehr Kontrast.
1. Mirador del Risco de Las Peñas — der Überblick
Direkt an der FV-30 oberhalb von Betancuria — der erste Stopp, der alles einordnet. Die Strasse windet sich bereits spektakulär nach oben, doch erst hier öffnet sich die Perspektive vollständig: das weite Tal von Betancuria zu Füssen, die zerklüfteten Höhenzüge des Zentralmassivs rundum, bei klarer Sicht bis zur Westküste.
Kein Ort zum Abhaken — ein Ort zum Ankommen. Hier versteht man die Dimensionen des Inselinneren bevor man hinabsteigt.
2. Abfahrt ins Tal von Las Peñitas
Vom Mirador folgt man der FV-30 weiter und nimmt die Abzweigung Richtung Las Peñitas. Die Strasse wird schmaler, teils unbefestigt — aber mit normalem PKW gut fahrbar. Mit jedem Meter verändert sich die Perspektive: aus der offenen Weite wird ein enger werdender Barranco, die Felswände rücken näher, das Tal wird tiefer und stiller. Parken bei der kleinen Kapelle im Tal — der Ausgangspunkt für die Wanderung zum Arco.
3. Ermita de la Peña — die Kapelle zwischen den Felsen
Direkt im Tal, eingeklemmt zwischen riesigen Granitfelsen: die kleine weisse Ermita de la Peña. Eine der merkwürdigsten und malerischsten Kapellen der gesamten Insel — winzig, vollständig von Fels umschlossen, in einer Enge die kaum glauben lässt dass hier regelmässig Gottesdienste abgehalten werden. Der Patron der Ermita ist Nuestra Señora de la Peña — die Schutzpatronin von Fuerteventura, deren Fest jedes Jahr im September in Vega de Río Palmas gefeiert wird.
4. Presa de las Peñitas — die alte Staumauer
Nur wenige Schritte vom Parkplatz: die Presa de las Peñitas, eine massive Staumauer die sich quer durch den Barranco spannt. Meist trockenes Flussbett, helle ausgewaschene Felsen, karge Stille. Gerade weil hier selten Wasser steht, tritt die reduzierte Landschaft besonders hervor — ein Ort mehr für Atmosphäre als für Spektakel.
5. Arco de las Peñitas — der versteckte Naturbogen
Der Zielpunkt der Route liegt etwas versteckt im Barranco und ist nur zu Fuss erreichbar. Vom Parkplatz bei der Presa zunächst auf breitem Weg durch das Tal, dann schmaler Pfad leicht ansteigend, im letzten Abschnitt eine kurze Passage über Felsen. Gehzeit ca. 15–25 Minuten. Festes Schuhwerk empfohlen.
Der Arco de las Peñitas ist kein monumentales Wahrzeichen — ein stilles Detail in der Landschaft. Ein natürlicher Felsbogen aus hellem Granit, eingebettet in skulpturale Felsformationen, umgeben von der Ruhe und Enge des Barrancos. Kaum Beschilderung — man sucht und findet. Gerade das macht den Reiz aus.
Die Dramaturgie der Route
Diese Route funktioniert nicht über einzelne Highlights, sondern über ihren Aufbau — ein Wechsel der Perspektiven:
Mirador → Weite, Überblick, Einordnung. Abfahrt → Übergang in die Landschaft. Kapelle & Presa → ruhiger Einstieg, Atmosphäre. Arco → konzentrierter Zielpunkt, Belohnung. Oben offen und weit — unten ruhig und fokussiert. Gesamtzeit mit Stopps und Wanderung: ca. 2 Stunden.
Anfahrt
Ab Betancuria: FV-30 Richtung Norden — Mirador del Risco de Las Peñas liegt direkt an der Strasse, Abzweigung Las Peñitas wenige Minuten weiter. Ca. 5 Minuten ab Betancuria.
Ab Costa Calma: FV-2 → FV-20 → FV-30 Richtung Betancuria, dann weiter Richtung Norden. Ca. 65 Minuten.
Ab Corralejo: FV-1 → FV-10 → FV-30 Richtung Betancuria, Mirador liegt auf dem Weg. Ca. 50 Minuten.
Praktisches
Lage: FV-30 · zwischen Betancuria und Vega de Río Palmas · Gemeinde Betancuria
Mirador del Risco de Las Peñas: Direkt an der FV-30 · kostenlos · jederzeit zugänglich
Zufahrt Las Peñitas: Abzweigung von der FV-30 · teils schmal und unbefestigt · normaler PKW reicht
Parken: Bei der Kapelle im Tal · kostenlos
Wanderung zum Arco: Ca. 15–25 Min. · festes Schuhwerk empfohlen · kaum Schatten
Gesamtzeit: Ca. 1,5–2,5 Stunden mit allen Stopps
Anfahrt ab Costa Calma: ca. 65 Min. · FV-2 → FV-20 → FV-30
Eintritt: Frei
Beste Zeit: Vormittags oder spätnachmittags · kaum Schatten auf der Route
Notruf: 112
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